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1

Dienstag, 29. Juni 2010, 22:58

Scheue Ratte trotzdem sanft einschläfern.... wie?

Hallo, ich hoffe, jemand hat hier nen Tipp für mich....

Wir haben 7 Ratten... ein Weibchen hatte schon zweimal einen Tumor, die wir jeweils operieren ließen. ES war eine unserer zahmen udn zutraulichen Ratten, so dass die Behandlung und OP beim TA kein Problem darstellte. Ich vermute allerdings fast, dass sich der Tumor nun wieder an anderer Stelle entwickelt.
Mit OPs habe ich also keine allzu guten Erfahrungen... An einer Stelle weg, an anderer kommen sie wieder...

Nun aber zu meinem Problem, denn bei einer unserer "Scheuen" haben wir gestern nun auch einen Tumor festgestellt... Er ist zwar nicht aggressiv und eigentlich ein ganz Lieber, man kann ihn auch kurz am Kopf kraulen, aber das wars dann auch schon. Ich habe mich jedenfalls dazu entschlossen, ihn nicht der Tortur auszusetzen, ich werde ihn wohl erlösen lassen.
Nun stellt sich aber für mich die Frage, wie wir das so sanft wie möglich für ihn anstellen, denn allein der Transport und die Narkosespritze wird ihn total wuschig machen... Ihn gewaltsam festhalten zu müssen fände ich nicht so toll. Nein, eigentlich graut mir davor...
Gibt es viell. ein homöopatisches Mittel, das ruhiger und schon ein wenig schläfrig macht?
Ich bin echt ratlos und er tut mir so leid... Aber ich möchte ihn nicht unnötig leiden lassen und ihn so sanft wie möglich erlösen...
Hat mir jemand Rat? Vielen Dank schon im Voraus!

Liebe Grüße
Heike

Ferko

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Dienstag, 29. Juni 2010, 23:18

Hi,

Ein Tumor ist kein Grund einschläfern zu lassen. Auch scheue Ratten können operiert werden. Aber einfach so erlösen würde ich nicht machen. Dass bei der einen die Tumore immer wieder kommen, muss nicht bei allen Ratten so sein.
Wir hatten auch mal ein extrem scheues, bissiges und ängstliches Weibchen, das einen Milchleistentumor hatte; und sogar ein recht Grossen. Sie wurde mit 2 Jahren operiert und lebte danach noch weitere 6 Monate bis sie starb und bekam in der Zeit keinen weiteren Tumor.
Lakira

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Uli

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Mittwoch, 30. Juni 2010, 05:49

Hallo Heike,

wenn man bei Ratten den Tumor nicht wegoperiert, dann muss man sie aber nicht sofort einschläfern. Sie
können damit gut noch einige Zeit leben.

Wie alt ist das Tier denn?

Es gäbe noch alternativ die Begasung, was aber für die Tiere nicht so dolle sein soll, wenn sie in der Box begast werden.
Normal sollte vorher per Spritze sediert werden, wo man bei einer sehr schwierigen Ratten evtl. auch ausnahmen machen könnte.

Tierärzte sollten aber mit scheuen Tieren umgehen können, und bei Böcken sind Tumore ja eigenltich recht selten,
wenn also die Chance bestünde ihn zu operieren, solltest du einfach mal den TA fragen was er davon hält.

EDIT: Evtl. ist es ja nur ein Abzess? (welcher erst Recht behandelt werden müsste)
lg Uli
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Albert Einstein

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Sireena

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Mittwoch, 30. Juni 2010, 13:53

Alle meine Ratten hatten bereits einen Tumor. Und zum Glück bis jetzt auch wirklich nur einen. Der wurde entfernt und bis jetzt ist nichts nachgekommen, es muss also nicht so sein, dass nach dem einen Tumor gleich ein neuer irgendwo auftaucht. Von daher find ich es nicht ganz fair, den kleinen einfach aufgrund einer schlechten Erfahrung aufzugeben.
Ansonsten kann ich mich Uli nur anschließen, erstmal sollte festgestellt werden, ob es überhaupt ein Tumor ist. Wenn das der Fall ist, kannst du immer noch erwägen, den kleinen Mann so lang damit Leben zu lassen, bis es für ihn unangenehm wird.
Wenn du trotzdem einschläfern willst, frag doch einfach deinen Tierarzt, welche Optionen er vorschlägt und auch durchführt, nicht jeder hat z.B. das Equip um eine Ratte in der Box mit Gas zu betäuben!
Ansonsten merken die Tiere aus meiner Sicht schon oft, dass nichts gutes für sie schwant, durch den Besitzer selbst! Den deren verändertes Verhalten bei einer Einschläerung macht die Tiere nervöser als alles andere.

5

Mittwoch, 30. Juni 2010, 23:57

Danke erst mal für Eure Berichte! Dass Tumore bei Böcken eher selten sind, wusste ich nicht. Ich bin einfach von meinen bisherigen nicht sehr guten Tumor-Erfahrungen ausgegangen.
In dem Fall werde ich mal schleunigst einen TA-Termin machen, mal schauen, was der meint. Stelle mir aber eben die Untersuchung schwierig vor, denn er lässt sich wirklich nur seeeehr ungern anfassen und ist dann über alle Berge...
Aber mal sehen, einmal würde ich eine OP schon noch durchziehen... vor allem, weil es auch ein ganz Lieber ist, nur eben recht scheu...
Gibt es nicht irgendwelche Bachblüten oder so, mit denen man ihn für die Untersuchung einigermaßen ruhig stellen kann? Ich möchte ihn ungern so einfach dem puren Stress aussetzen. Es geht mir ja nicht um die TA (der damit einfach umgehen können muss), sondern um das Tier...
Boar, mir graut echt davor, ich hör ihn schon quietschen...

6

Donnerstag, 1. Juli 2010, 00:10

Ach ja, hab noch was vergessen.... Er ist jetzt 1 1/2 Jahre alt, könnte also durchaus noch eine Weile.....
Und es war auch nicht meine Absicht, ihn sofort einschläfern zu lassen, aber ich mache mir eben Gedanken darüber. Vor allem auch deshalb, weil wir noch drei weitere relativ scheue Kandidaten haben.
Ich finde das Einschläfern an sich schon schrecklich und habe es einmal erleben müssen, dass mir mein Kater, den ich über alles geliebt habe, nach der ersten Spritze, vom Tisch gesprungen ist und sich in einer Ecke verkrochen hat. Es war ein grausamer Abschied, der mich wirklich fertig gemacht hat, zumal wir vier Monate zusammen um sein Leben gekämpft hatten... habe monatelang hinterher noch geheult...
Und so will ich es nie wieder erleben, egal, bei welchem Tier.
Aber nun werden wir erst mal sehen, was der TA sagt. Danke Euch nochmal!

Uli

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Donnerstag, 1. Juli 2010, 06:26

Hi,
ja, solche Abschiede sind furchtbar.
Ich bin selber momentan noch übelst knatschig auf meine Ärztin, bei der zwei meiner Ratten bei der Spritzt übelst gequitscht haben und mich beinahe gebissen, weils so unangenehm war...
beim ersten mal dachte ich ja noch es wäre ein versehen, aber beim zweiten mal bin ich pissig geworden (sonst gings auch problemlos )

Du könntest den TA auf ein leichtes Sedativum ansprechen, dass die Ratte etwas ruhiger ist beim Transport und TA-Untersuchung.
Ist natürlich die Kunst, dass zu geben, aber evtl. klappts ja mit Joghurt oder ähnlichem.

Drück dir die Daumen, dass alles gut wird und dein Kleiner noch ein _Weilchen hat :)
lg Uli
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8

Donnerstag, 1. Juli 2010, 16:49

Je nach dem, was zum Einschläfern genommen wird, ist die Injektion dieser Mittel hoch schmerzhaft, von daher sollte eigentlich immer vorher eine Betäubung gegeben werden, damit die Tiere sich nicht mehr aufregen und weniger Schmerz empfinden.

Uli

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9

Donnerstag, 1. Juli 2010, 17:53

@ Sireena:
Ich kenne nur das Phenobarbital, welches m. W. nach zur Beruhigung und zum einschläfern benutzt wird.....

aber evtl. ist die Praxis auf eine andere Methode umgestigen, weil ich da vorher noch nie diesen Effekt hatte.... seltsam, aber ich sprech das eh nächstes mal an, sowas will ich nicht noch einmal
mitmachen!!
lg Uli
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Donnerstag, 1. Juli 2010, 18:21

huhu,

ich würde mich auch einfach erstmal bei deinem ta telefonisch erkundigen, ob man vorab zu hause etwas machen kann zur beruhigung!
mit bachblüten kenne ich mir nur bei hunden aus. denke aber man bestimmt mal googlen ob es da auch etwas für ratten gibt. ich habe mittlerweile auch die einstelleung, das ich meine ratten (wenn sie alt sind, 2jahre und bergauf) einschläfern lasse. ich finde es ganz und garnicht unfair.
denn sonst habe ich immer eine op gewählt und auch die schmerzliche erfahrung gemacht, das bei jeder ratte an der selben stelle ein tumor nach kam oder sie die narkose garnicht überlebt haben. somit sage ich mir, so lange sie mit dem tumor sich gut bewegen können und kein problem damit haben, ist es ok. aber wenn ich merke das es zu einem problem wird, lasse ich sie erlösen!
für immer in meinem herzen: fr. bommel, esmiralda und waltraud

Sireena

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Donnerstag, 1. Juli 2010, 18:49

Hast du deine Tiere eigentlich immer beim selben Tierarzt operieren lassen? Manchmal kann es nämlich auch einfach an der Unkenntnis dessen liegen. Natürlich ist eine OP mit 2+ nicht mehr ganz ungefährlich, aber wenn es der Ratte gut geht, würd ich immer wieder dazu tendieren. (und meine sind nun auch bald an der magischen 2 angekommen)

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